Appelhof –
Geschichte wieder lebendig gestalten
Erbaut wurde die Orangerie 1723–1728 von Johann Rigalia, wahrscheinlich nach Plänen von Gabriel de Gabrieli. Das Schloss Appelhof entstand 1765 – Architekt war mutmaßlich Johann David Steingruber. Nach vielen Nutzungen steht das Ensemble seit etwa 2011 leer.

Zustand des historischen Bestands
Durch den jahrzehntelangen Leerstand waren die historischen Gebäude Witterungseinflüssen und Vandalismus ausgesetzt. Diese Schäden gilt es nun zu beheben. Die verschiedenen baulichen Veränderungen des Appelhofs wurden im Detail untersucht. Um der Geschichte des Ortes den gebührenden Respekt zu erweisen, werden die Eingriffe durch die Neubauten möglichst gering gehalten.




Zur alten Schönheit zurückfinden
Die historisch belegbaren, nahezu bodentiefen Fenster werden wieder geöffnet. Auch die zugemauerten Fenster werden freigelegt, um die Symmetrie des Raums wiederherzustellen.


Der Geschichte Respekt zollen
Der Neubau rückt von der historischen Zaunanlage ab, sodass diese in den Hintergrund tritt und die Orangerie als Blickfang entlang des Fahrradwegs erhalten bleibt. Ein leichter, transparenter Verbindungskorridor verbindet den Neubau mit der Orangerie. Die Höhe des Neubaus orientiert sich an der Traufhöhe der Orangerie – so ordnet er sich unter und fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Durch die natürliche Vergrauung nimmt sich die vorgelagerte Holzlamellenfassade im Laufe der Zeit auch farblich zurück.




Neuinterpretation des Schuppens
Der ehemals verwilderte Schuppen wird neu interpretiert und dient künftig als Wirtschafts- und Versorgungsgebäude für den Appelhof. Durch seine Holzlamellenfassade fügt er sich harmonisch in die waldige Umgebung ein.


Alte Schönheit neu fühlbar machen
Die historische Bausubstanz der Orangerie wird mit größter Sorgfalt saniert: Durch die Öffnung der historisch belegten, nahezu bodentiefen Fenster werden die Symmetrie und die leichte Atmosphäre des Raums wieder erlebbar.


Respektvoll weiterbauen im Denkmal
Am Appelhof zeigt sich, wie Sanierung im Bestand und zeitgemäßer Neubau zusammenfinden: Die historische Orangerie erhält ihre ursprüngliche Wirkung zurück, die Neubauten ordnen sich in Höhe und Materialität unter. Eingriffe in Natur und Bestand bleiben auf ein Minimum beschränkt – geplant von Hübner Architekten.
